Jede Menge. Das ist wohl die beste Beschreibung davon, was in meinem Kopf gerade mal wieder los ist. Ich denke gefühlt an mind. 20 Dinge gleichzeitig. Schöne, nicht so schöne, neutrale, gewisse lösen latent Stress in mir aus, andere beruhigen wieder, alles im Wechselspiel, Schlag auf Schlag. Schon krass, was mein Hirn sich als „Stand-by-Modus“ so ausgesucht hat (also ja, ausgesucht hat es sich das ja nicht wirklich, ist halt so, neurodivergent as fuck). Es ist Montag, ich habe einen Vorbereitungstag in meinem Job, den ich geheim halte, obwohl ihn alle hier Lesenden ziemlich sicher eh kennen, hinter mir. So ermüdend! Nicht, weil ich es ungern mache, mehr, weil es mir unglaublich schwer fällt. Ich muss mir für die nächsten 8 Wochen ein kohärentes Programm überlegen, das vielseitig und lehrreich ist, heraus-, aber nicht überfordert, Informationen auf passendem Niveau enthält und überprüfbar ist. (Dreimal raten, um welchen Job es sich handelt, Tipp: Maurer ist es nicht) Jesus F*cking Christ! Und das nicht nur einmal, nein, sondern etwa achtmal… Dazu kommt, dass ich nebenbei noch überlegen muss, wann und wie ich Gespräche führe, welche Absprachen getroffen werden müssen, wie ich weitere Aufgabenbereiche abdecke und und und (schade, dass du das Original dieses Textes nicht sehen kannst, gefühlt schreit jeder Buchstabe: “ Aaaaaaah!“), ausserdem vergesse ich sicher gerade noch zehntausende weitere, kleine Schischiaufgaben…. Das wäre also der betufliche Teil, etwa die Hälfte… Privat rast mein Hirn ebenfalls in alle möglichen Richtungen gleichzeitig: Wäsche machen, aufräumen, Steuererklärung machen (ja, die ursprüngliche, nicht die verlängerte…that’s me, I guess), Pläne mit Freund:innen machen, trainieren, entspannen und auch hier: und und und. Emotionen sind da noch nicht mal integriert…eieiei….
Und trotzdem! bin ich gerade echt glücklich. Voll geil! Konnte ich schon länger nicht mehr so überzeugt sagen. Ja, ich bin ein wenig nervös, weil ich auf eine positive Reaktion auf einen Versuch im Datinggame hoffe, ich mache mir Gedanken zum Wohlbefinden eines Freundes, ich befürchte, dass mein finanzieller Monat ziemlich bescheiden (also, beschissen, Euphemismus undso), rauskommt, ich fühle mich mässig attraktiv und hirne daran rum, ob mein Gameverhalten sucht- oder vermeidungsgesteuert ist/war, ABER! ich bin glücklich, trotz alledem. Spannend, nicht? Warum? Gute Frage. Weil ein wunderschöner Tag ist. Weil ich heute echt fleissig war. Weil ich wunderbare Menschen in meinem Leben habe. Weil ich gerade ein Glas Rosé in toller Umgebung geniessen kann. Weil ich gesund bin. Weil es Musik gibt. Weil ich einen Job habe, der mich erfüllt. Weil ich ein grossartiges Wochenende hinter mir habe. Weil mein Leben echt schön ist. Weil weil weil, weil halt. Weil es eigentlich keinen guten Grund gibt, es nicht zu sein und ich das endlich mal wieder auch so fühle, mir gefällts. Endlich bin ich wieder am Punkt, an dem ich dankbar für diese Dinge bin und diese Dankbarkeit Zweifel, Unsicherheiten und Hürden (bzw. Hürdlein) überstrahlen. Ich kriege das alles hin! Und du auch, glaub mir!
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